Mitbewerber bei Google abschießen als Geschäftsmodell

Schon im August diesen Jahres hat Google zugegeben, dass es Möglich ist Webseiten gezielt sei Google abzuschießen und man daran arbeite dies in den Griff zu bekommen. Lange Zeit hatte Google ja behauptet dies sei nicht möglich.

Nun gibt es einen aktuellen Fall über den Golem heute berichtet. Die Betreiberin der Webseite holzpielzeug-discount.de wird erpresst. Wenn sie nicht 5.000 Euro zahle würde man massenhaft Spamlinks auf ihren Online Shop setzen und diesen damit in den Google Serps nach hinten werfen.

Was erstmal nach einem sehr sehr gutem Linkbait aussieht und auf jeden Fall auch reichlich gute Links einbringen dürfte, ist aber offenbar doch “nicht ganz ohne”.

Ein kurzer Blick bei Sistrix in die Toolbox zeigt bereits einen deutlichen Trend nach unten, wie dieser Screenshot zeigt.

Schaut man sich die Links in den Linkresearchtools vom Cemper zu dem Online Shop an wird schnell klar was passiert ist.

und

Und so gehts weiter mit porn, drugs usw.

Was also schon lange bekannt ist kann man jetzt hier live und in Farbe mitverfolgen und analysieren. Spannend dürfte es allerdings dann werden wenn sich dieses “Geschäftsmodell” durch den aktuellen Fall wirklich zum Geschäftsmodell wird, ob nun mit Erpressung oder ohne. Ein xRumer kostet ja nun mal nicht die Welt …

Update:

Da es ja hier und dort einige Zweifel gibt, dass es an den bösen Links liegt an dieser Stelle noch mal ein paar weitere Informationen und ein weiteres Beispiel. Sicher kann es auch andere Gründe für den Abwärtstrend geben, dass Interessante an der Geschichte ist jetzt eh der weitere Verlauf.

Die Forenprofile mit den bösen Links wurden am 18.11.2011 erstellt, ich gehe mal davon aus die Links bereits in diesen enthalten waren. Warum die Erpressung dann erst Anfang Dezember stattfand will ich hier nicht zum Thema machen, sondern hier ein weiteres vergleichbares Beispiel nennen.

In diesem Fall geht es ebenfalls um einen Online Shop für Spielzeug www.walzkidzz.de dieser wurde ebenfalls mit etlichen Links dieser Art befeuert. Hier wurden die Forenprofile am 22.11.2011 angelegt und ging es ab dem 12.12.2011 bei Sistrix runter:

Auch bei den Linkresearchtools zeigt sich ein ähnliches Bild nur andere Keys:

und

In der Realität wurden übrigens weitaus mehr Links gesetzt. Ich habe eine Liste mit über 47.000 Profilen die auf eine dieser beiden Shops verlinken oder mal verlinkt haben.

Aufgrund einiger Anfragen: Wer die Liste haben möchte, einfach eine mail an mimotec @ gmail.com schicken.

56 Comments

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  1. Man sollte sowas immer von 2 Seiten betrachten, es gibt da zum einen “Jene”, die eventuell versuchen ein paar Euronen zu verdienen, dann gibt es die “Anderen”, denen sie mächtig auf die Füße treten, diese kennen oft auch Leuts, “Welche” sich auf das Lösen von Problemen spezialisiert haben, wenn dann also “Welche” auf ” Jene” treffen, durch welchen Zufall auch immer,kann es unter Umständen zu größeren ungeahnten Komplikationen kommen, daher würde ich von solchen Dingen immer abraten. Man(n) sollte denken das Netz könnte sehr anonym sein, aber andersrum gesehen, hmm….ist es manchmal genau andersrum.

    Auch wenn Leute sich in Übersee in Sicherheit wähnen, oft ist es nicht so, mittlerweile tun sich im Internet Abgründe auf, die lassen wirklich schon eine Art Rotlichtmillieu im Netz vermuten. Ist schon komisch was so alles geht, bis es eben nichtmehr geht.

    Eine fiese Sache ist das schon, und ich wünsche es niemandem auf solch eine unschöne Art durchgereicht zu werden, aber alles rächt sich irgendwann mal, dessen bin ich mir sicher.

    Also nur den Kopf nicht hängen lassen, weitermachen und nach den Ursachen forschen.
    Grüße Dave

  2. DUMMSCHWÄTZER !!! Was ist bei den anderen “Abstürzen” passiert? Wurden da auch Müll-Links auf diese Webseiten gesetzt oder war es doch wie so oft beim Gockel der pure Zufall? Ein Sistrix, der sowieso relativ nichtssagend ist, von 0,6 ist doch im Grunde sehr wenig. Ich kenne eine Webprojekt mit ca. 15 Seiten, dass hat einen Sistrix von 0,16, aber ca. 180 Besucher pro Tag. Vermutlich fast alles Suchwort-Kombies, die ein so geringes Suchvolumen haben, dass sie Sistrix gar nicht abfragt. … Aber immer schön weiter ans Sistrix und Ovi und an anderen SEO-Quatsch glauben.

  3. Viel schlimmer finde ich tatsächlich die Möglichkeit still und leise die Konkurrenten abzuschießen… und zwar OHNE Erpressung, sondern sie einfach nur verschwinden zu lassen. Grade bei Nischen-Produkten haben auch manchmal die auf Seite 1 gelisteten Shop-Betreiber nicht den vollen Durchblick, warum sich ihre Seite jetzt nicht mehr unter den Top-10 befindet. Das kostet dann zeit, Geld und kann auch schnell schlimmere Konsequenzen mit sich tragen… bin mal gespannt wie sich google bei solchen Fällen zukünftig verhält.

  4. Meiner Meinung nach ist es sehr einfach, einen Mitbewerber abzuschießen. Man nehme scrapebox, suche nach Footprints, wie “viagra, sportwetten, casino” und platziere mit dem Comment Poster den Mitbewerber-Link mit den Keywords aus den Footprints, voila.

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